Holcim stellt Wachstumstrategie bis 2030 vor

Zug - Holcim will sich in Europa auf die Skalierung des zirkulären Bauens konzentrieren. In Lateinamerika sollen Trends der Industrialisierung und die Nachfrage nach Megabauprojekten das Wachstum des Baustoffkonzerns befördern. Das macht Holcim in seiner Strategie NextGen Growth 2030 deutlich.

(CONNECT) Holcim versteht Nachhaltigkeit als Treiber für profitables Wachstum. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung über seine neue Strategie NextGen Growth 2030 will der Baustoffkonzern den Umsatzanteil des Unternehmensbereiches für nachhaltige Baulösungen auf 50 Prozent steigern. Durchschnittlich soll der Umsatz jährlich um 3 bis 5 Prozent und das Betriebsergebnis zwischen 6 und 10 Prozent wachsen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen ohne das Nordamerikageschäft einen Umsatz von 16,3 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 17,4 Prozent.

Holcim sieht sich nach den Worten seines CEO Miljan Gutovic „optimal aufgestellt, um von den bedeutenden Megatrends zu profitieren, die die Zukunft des Bauens prägen – von Urbanisierung bis hin zu energieeffizienter Sanierung. Der Ausbau des wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions ist ein zentraler Bestandteil der Transformation von Holcim. Mit der neuen Strategie erschliessen wir signifikante Wachstumspotenziale, um den Mehrwert für Aktionäre zu steigern.»

In Europa, Australien und Nordafrika will der Baukonzern von der steigenden Nachfrage nach seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen profitieren. In Europa soll der Schwerpunkt eher auf der Wiederverwertung von Bau- und Abbruchmaterialien liegen. Bis 2030 will Holcim dabei auf 20 Millionen Tonnen kommen. In Lateinamerika will das Unternehmen von Industrialisierungstrends und der Nachfrage nach Megabauprojekten profitieren und in der Region Asien, Naher Osten und Afrika vom generell starken Wachstum in seinen Märkten.

Das Amrize genannte Nordamerikageschäft, das im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat, soll bis zur Jahresmitte in den USA und der Schweiz an die Börse kommen. Nach der Abspaltung will Holcim aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden. ce/mm

Zurück zur Übersicht