FIA lässt neuen Zaun von Geobrugg für Formel 1 zu

Romanshorn TG/Paris - Der Internationale Automobil-Verband (FIA) lässt einen sechs Meter hohen Schutzzaun von Geobrugg zum Einsatz bei Rennen der Formel 1 und in anderen Klassen zu. Die Zäune sind normalerweise 3,5 Meter hoch.

(CONNECT)  Die auf Schutzlösungen spezialisierte Geobrugg AG darf ihren neuen sechs Meter hohen Schutzzaun bei Rennen der Formel 1 und anderen grossen Meisterschaften einsetzen. Die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) in Paris hat den Zaun laut Medienmitteilung „homologisiert“, also für den Einsatz freigegeben.

Der von Geobrugg entwickelte sechs Meter hohe Schutzzaun ist so konstruiert, dass er in besonderen Streckenabschnitten wie Hochgeschwindigkeitskurven, steilen Erhebungen oder Tribünen, die fliegenden Trümmern ausgesetzt sein könnten, ein höheres Schutzniveau bietet, heisst es in der Mitteilung weiter. Maschendrahtzäune in anderen Bereichen einer Rennstrecke sind normalerweise 3,5 Meter hoch. Einige Rennstrecken wie Suzuka, Bahrain, Monza, Interlagos und Fuji verwenden derzeit sechs Meter hohe Zäune. Sie wurden aber nicht nach den höchsten Sicherheitsstandards getestet. Die Geobrugg-Version ist der erste von der FIA zugelassene Zaun in dieser Höhe.

„Die Nähe zum Geschehen und die Sicherheit sind ein heikles Gleichgewicht, und die meiste Zeit war man im Vergleich zu anderen Bereichen einem zusätzlichen Risiko ausgesetzt. Dieses zusätzliche Risiko wurde nun mit einer neuen, höheren Lösung eingedämmt, die Schutz vor umherfliegenden Trümmern von aufprallenden Autos bietet“, wird Jochen Braunwarth zitiert, Motorsportchef bei Geobrugg.

Geobrugg wurde 1951 gegründet und bietet Schutzlösungen vor Naturgefahren sowie Schutznetze im Motorsport, in der Tunnelsicherung und als Einschlagschutz an. Seit 2008 firmiert Geobrugg als eigenständige Aktiengesellschaft innerhalb der Gruppe Brugg. Über 400 Mitarbeitende sind weltweit bei Geobrugg in Produktionsstätten auf allen Kontinenten mit Präsenz in über 50 Ländern tätig. ce/gba 

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