Zürich verbindet Tradition mit Veränderung. Das ist der Tenor der ETH-Rektorin Sarah Springmann und des ehemaligen IBM Zurich Research Lab-Direktors Matthias Kaiserswerth. Sie sprachen im Rahmen der Generalversammlung der Zürcher Handelskammer.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) hat mit 250 Anwesenden ihre 143. Generalversammlung abgehalten. Präsidentin Karin Lenzlinger und Direktorin Regine Sauter bekräftigten, weiter als starke Stimme für die Zürcher Wirtschaft zu wirken. Die Präsidentin wurde im Amt bestätigt. Neu im Vorstand vertreten sind nun CS-Vorstandsmitglied Romeo Cerutti, der CEO der Steiner Gruppe, Daniel Ducrey, NZZ-Chefredaktor Eric Gujer und Andreas Umbach. Letzerer ist CEO von Landis + Gyr sowie Präsident der Zuger Wirtschaftskammer.

In Rahmen der Versammlung referierten zu ihrer Sicht auf Zürich die Rektorin der ETH Zürich Sarah Springman und Matthias Kaiserswerth, heutiger Geschäftsführer der Hasler Stiftung und ehemaliger Direktor des IBM Zurich Research Lab. Die gebürtige Britin Springman betonte die Ermöglichungskultur und Weltoffenheit gepaart mit ausgeprägtem bürgerschaftlichem Engagement. Man baue dabei auf ein stabiles Fundament. All das zeige sich besonders an der ETH Zürich. Gerade das duale Bildungssystem strich sie als grossen Vorteil hervor.

Der in Deutschland aufgewachsene Matthias Kaiserswerth sieht eine aussergewöhnliche Fähigkeit, mit Dilemmata umzugehen: mit Veränderung und Tradition sowie mit Identität und Weltoffenheit. Gemeinsam suche und finde man den Weg eines Kompromisses. Zürich müsse jedoch als wichtiger Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftsstandort seine Attraktivität für Spitzenkräfte aufrechterhalten und weiter erhöhen. „Das braucht keine Industriepolitik, sondern weiterhin grosse Freiheit“, sagte er. yvh

Medienmitteilung, Präsidialansprache, Jahresbericht und Protokoll stehen unter www.zhk.ch/gv2016 zum Download zur Verfügung.

28.06.2016 | 5233 Aufrufe