Der Bundesrat möchte den Strommarkt vollständig – für alle Marktteilnehmer – per Anfang 2017 öffnen. In ihrer Stellungnahme hält die ZHK fest, dass die geltende Regelung, wonach einzig Endverbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 100 MWh ihren Stromlieferanten frei wählen dürfen, nicht befriedigend ist. Dieses Regime schliesst kleinere Unternehmen und Haushalte von der Möglichkeit aus, auf Angebote mit vorteilhafteren Rahmenbedingungen auszuweichen. Sie begrüsst deshalb die geplante zweite Etappe der Strommarktöffnung ausdrücklich, da sie diese Nachteile beseitigt.

Für die ZHK ist klar, dass Wettbewerb nicht immer zwingend zu Preissenkungen führt. Im Vordergrund stehen jedoch die möglichst effiziente Verteilung eines knappen Gutes, die am besten durch freien Wettbewerb erreicht werden kann, sowie die Wahlfreiheit für Konsumenten und Produzenten. Diese Wahlfreiheit kann auch bewirken, dass die Elektrizitätswirtschaft unter Wettbewerbsdruck innovativer wird, neue Produkte entwickelt und ein nationaler Markt für attraktive (auch «grüne») Stromprodukte entsteht. Erfreulicherweise zeigen die bisherigen Erfahrungen mit der Teilmarktöffnung, dass vor allem auch die Konsumenten profitieren. Kleinkonsumenten und Haushalte, die sich von der Strommarktöffnung keine Vorteile versprechen, können mit dem «Wahlmodell abgesicherte Stromversorgung» weiterhin bei ihrem angestammten Stromlieferanten bleiben. Diese regulierte Grundversorgung mag ökonomisch nicht restlos zu überzeugen, kann aber aus politischen Gründen akzeptiert werden

Die vollständige Vernehmlassungsantwort finden Sie hier.

12.12.2014 | 9980 Aufrufe