Der Wirtschaftsraum Zürich braucht eine ausreichende Infrastruktur für Business Aviation. Die Zürcher Handelskammer (ZHK) unterstützt deshalb die Absicht des Bundesrates, auf einem Teil des Flugplatzes Dübendorf eine zivilaviatische Nutzung zuzulassen und auf dem anderen Teil einen nationalen Innovationspark zu realisieren.

Am 3. September 2014 hat der Bundesrat beschlossen, den Militärflugplatz Dübendorf künftig als ziviles Flugfeld zu nutzen. Ausserdem soll auf einem Teil des Geländes ein nationaler Innovationspark ermöglicht werden. Die Zürcher Handelskammer (ZHK) unterstützt beide Vorhaben.

Eine ausreichende Business Aviation Infrastruktur gehört zu den entscheidenden Faktoren im Standortwettbewerb. Insbesondere die hier ansässigen internationalen Konzerne sind nicht nur auf gute Linienflugverbindungen, sondern vor allem auch auf ein zufriedenstellendes Business Aviation Angebot angewiesen. Der Flughafen Zürich stösst jedoch bereits heute an Kapazitätsgrenzen. Für die Business Aviation stehen deshalb immer weniger Start- und Landeslots zur Verfügung. Mit einer zivilaviatischen Nutzung des Flugplatzes Dübendorf könnte der Betrieb von Linien- und Charterflugverkehr sowie von Geschäftsfliegerei im Raum Zürich getrennt werden.

Ein Abbau von Business Aviation Kapazitäten muss im Interesse des attraktiven Wirtschaftsstandorts Zürich verhindert werden. Die ZHK setzt sich deshalb für eine zivilaviatische Nutzung des Flugplatzes Dübendorf ein. Denkbar sind zudem Synergien mit dem in unmittelbarer Nähe vorgesehen Innovationspark. Die ZHK erachtet die Schaffung eines solchen Innovationsparks auf dem Gelände des Flugplatzes Dübendorf denn auch als grosse Chance zur Förderung und Stärkung des Forschung- und Innovationsstandorts Zürich.

Der ZHK ist bewusst, dass die Anwohnerschaft einem zivilen Flugbetrieb in Dübendorf mit Besorgnis entgegenblickt. Die geplante Begrenzung der Flugbewegungen und der Betriebszeiten sowie die Einhaltung der geltenden gesetzlichen Lärmgrenzwerte sind für die Akzeptanz des Flugbetriebes deshalb von grosser Bedeutung. Zur Akzeptanz beitragen wird jedoch auch die Tatsache, dass moderne Geschäftsflieger bezüglich ihrer Lärmauswirkungen keinesfalls mit grossen Linienflugzeugen oder sogar Kampfjets verglichen werden können.

 

Für Rückfragen: Dr. Regine Sauter, Direktorin Zürcher Handelskammer, Tel 044 217 40 50 (9.30 - 11.30 Uhr)

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

24.09.2015 | 10086 Aufrufe