Die Finanzdirektion des Kantons Zürich hat am 9. Januar 2018 ihren „Steuerbelastungsmonitor 2017“ veröffentlicht: Gemäss der von BAK Economics erarbeiteten Studie betrug die Einkommenssteuerbelastung im Kanton Zürich im Jahr 2016 unverändert 93.9 Prozent des landesweiten Durchschnitts (100 Prozent). Dieser Indexwert bedeutet, dass die Zürcherinnen und Zürcher im Mittel weniger Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuern bezahlen mussten als die meisten anderen Schweizerinnen und Schweizer. Angeführt wird die Wertung wie bisher von Zug, gefolgt von Genf und Schwyz. Beim Index der Vermögenssteuerbelastung steht der Kanton Zürich ebenfalls unverändert auf Rang 6. Hier liegt die durchschnittliche Belastung bei lediglich 66.5 Prozent des Landesmittels.

Überdurchschnittlich tief ist die Steuerbelastung im Kanton Zürich bei den mittleren Einkommen und den Vermögen unter einer Million Franken. Bei den Bruttoarbeitseinkommen des Mittelstandes von 60‘000 bis 200‘000 Franken liegt Zürich praktisch durchgehend im vorderen Drittel der Ranglisten.

Bei den Unternehmenssteuern befindet sich der Kanton Zürich (gemessen am Wert der Stadt Zürich) mit Platz 21 ein weiteres Mal im hinteren Drittel des interkantonalen Vergleichs. Seit 2006 hat Zürich hier acht Plätze verloren. Die Rangliste dürfte sich mit der Steuervorlage 17 jedoch stark ändern und Zürich droht nochmals mehrere Plätze einzubüssen. Die drei Wirtschaftskantone Waadt, Basel-Stadt und Genf, die heute hinter dem Kanton Zürich liegen, haben starke Gewinnsteuersatzsenkungen angekündigt, wie sie im Kanton Zürich nicht finanzierbar sind.

Die Befunde decken sich weitgehend mit dem Zürcher Steuermonitor 2015 der Zürcher Handelskammer. Die Ausgangslage bleibt damit grösstenteils unverändert.

Quelle: FD

09.01.2018 | 86 Aufrufe