Konjunkturprognosen der Expertengruppe des Bundes: Im Gefolge einer noch immer wenig gefestigten Weltwirtschaft, insbesondere der wieder ins Stocken geratenen Erholung im Euroraum, hat auch der schweizerische Konjunkturmotor seit dem Frühjahr 2014 an Fahrt verloren. Die Expertengruppe geht davon aus, dass die jüngsten Schwächesignale der Schweizer Wirtschaft nur eine konjunkturelle Verschnaufpause darstellen und sich die Wirtschaftsdynamik allmählich wieder verstärken dürfte. Da aber sowohl die inländischen als auch die aussenwirtschaftlichen Impulse etwas schwächer als bisher eingeschätzt werden, fällt die Wachstumsprognose gegenüber der letzten Prognose (von Juni 2014) leicht tiefer aus. Die Expertengruppe rechnet neu für das laufende Jahr 2014 mit einem BIP-Wachstum von 1,8% (bisher 2,0%) und für 2015 mit einer Beschleunigung auf 2,4% (bisher 2,6%).

Angesichts der langsameren Konjunkturbelebung dürfte sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit verzögern und erst im Verlauf von 2015 einsetzen. Auch wenn die Prognose für die Schweizer Wirtschaft weiterhin relativ positiv ausfällt, ist nicht zu übersehen, dass sich die Risiken in jüngster Zeit spürbar erhöht haben. Mit Blick auf die gedämpfte Entwicklung der Konjunkturindikatoren am aktuellen Rand im Euroraum, auch in Deutschland, hat sich die Ausgangslage seit der letzten Prognose (Juni) leicht eingetrübt.

Quelle: Seco

17.10.2014 | 8765 Aufrufe