Während der Schweizer Finanzplatz weltweit eine nach wie vor starke Position einnimmt, spielt er im Bereich der Finanztechnologie (FinTech) kaum eine Rolle. Die Entwicklung von modernen Technologien für Finanzdienstleistungen (beispielsweise in den Bereichen Anlageberatung, Vermögensverwaltung oder Entwicklung von Zahlungslösungen) ist jedoch für die Zukunft der Finanzbranche von entscheidender Bedeutung. Momentan fehlt im Raum Zürich – im Gegensatz etwa zu New York, London oder Singapur – ein Ort, um die weltweit besten FinTech-Startups anzuziehen und in einem Labor zu vereinen. Es besteht die Gefahr, dass die Schweiz in diesem Bereich den Anschluss verpasst.

Eine von der ZHK koordinierte Projektgruppe möchte dies ändern. Der geplante Innovationspark in Dübendorf kann dabei eine ideale Plattform sein, um ein solches FinTech-Labor zu entwickeln. Die politischen Grundlagen dafür bestehen bereits: Der Zürcher Kantonsrat unterstützt die Schaffung eines internationalen Hochschulzentrums für Finanz- und Bankwissenschaften im Innovationspark. Der Staat soll jedoch nicht der Innovationstreiber sein, sondern zusammen mit Privatwirtschaft und Hochschulen attraktive Rahmenbedingungen bieten. Die FinTech-Labor-Projektgruppe der ZHK ist entsprechend breit abgestützt. Es wirken Vertreter von Banken, der Kanton Zürich, die Universitäten Zürich und St. Gallen sowie der Zürcher Bankenverband mit. Die ZHK ist überzeugt, dass damit dem Anliegen, den Zürcher Finanzplatz zu stärken und zukunftsfähig auszurichten, entsprochen wird.

Lesen Sie dazu mehr in der NZZ vom 13. Februar 2015.

 

Am 12. Februar fand zu diesem Thema der erste ZHK Lunch Talk im 2015 statt. Im ersten Teil der Mittagsveranstaltung erfuhren die rund 50 Gäste von Regierungsrat Ernst Stocker mehr über den aktuellen Stand des Generationenprojekts und welche Chancen sich für die ganze Wirtschaftsregion Zürich eröffnen. Im zweiten Teil präsentierten David Bruno und Andreas Kubli von der UBS den FinTech-Innovationspark als Chance für die Weiterentwicklung des Finanzplatzes.

  • Präsentation von Ernst Stocker, Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zürich

 

 


 

11.02.2015 | 7353 Aufrufe