Am 5. Juni befindet das Stadtzürcher Stimmvolk über die Zukunft von Tonhalle und Kongresshaus. Die Abstimmung ist wegweisend für die Stadt Zürich als Austragungsort von Wirtschaftsanlässen und Kongressen.

Der Renovationsbedarf der 1895 erbauten Tonhalle sowie des 1939 ergänzten Gebäudekomplexes des Kongresshauses ist augenscheinlich akut: Die Infrastruktur ist angestaubt, eine zeitgemässe Technik fehlt, Bausünden der Vergangenheit stören und behindern. Die Kapazitäten des Kongresshauses genügen nicht mehr den wachsenden Bedürfnissen und die Tonhalle wäre ohne Sanierung nur noch eingeschränkt nutzbar.

Als derzeit einziges Zentrum für Kongresse in der Zürcher Innenstadt hat das bestehende Kongresshaus eine grosse Bedeutung für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Die Tonhalle geniesst als Konzertsaal gar internationale Ausstrahlung. Die Aufrüstung dieser Infrastruktur ist deshalb wichtig für den Wirtschaftsstandort Zürich.

Nachdem das Neubauprojekt von Rafael Moneo 2008 an der Urne gescheitert ist, beschränkt sich die aktuelle Vorlage auf den notwendigen Renovationsbedarf und fällt mit rund 240 Millionen Franken wesentlich kostengünstiger aus. Im gleichen Zug (zweite Abstimmungsfrage) soll die bestehende Kongresshaus-Stiftung finanziell saniert und in eine öffentlich-rechtliche Stiftung überführt werden. Durch das Gesamtprojekt lässt sich gewährleisten, dass das Haus für Kongresse, Tonhalle-Besuchende und Bevölkerung aufgewertet wird. Das Sanierungsprojekt bietet ausserdem den Vorteil, dass es andere Vorhaben, wie das von privater Seite zu planende und finanzierende Projekt beim Carparkplatz, nicht konkurrenziert.

Eine starke Kongressinfrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor. Ohne Sanierung des derzeit einzigen Kongresszentrums in der Zürcher Innenstadt droht der Stadt eine Attraktivitätseinbusse als Austragungsort von wirtschaftsrelevanten und kulturellen Anlässen. Die ZHK empfiehlt Zustimmung zur Vorlage.

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21.04.2016 | 5884 Aufrufe