Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst die Forderung der Volkswirtschaftsdirektoren von Basel-Stadt, Genf und Zürich, wonach der Bund die Drittstaatenkontingente erhöhen soll. Der international stark vernetzte und hochinnovative Wirtschaftsstandort Zürich ist auf Fachspezialisten von ausserhalb Europa angewiesen.

Die besten Unternehmen brauchen die besten Fachkräfte. Wenn der Wirtschaftsstandort Zürich für innovative und stark wachsende Unternehmen attraktiv bleiben will, muss sichergestellt sein, dass diese ihren Bedarf an Fachspezialisten decken können. Mit den aktuell geltenden Drittstaatenkontingenten ist dies nicht der Fall: Das an Zürich zugewiesene Kontingent für Erwerbstätigste aus Drittstaaten wurde in diesem Jahr bereits innerhalb des ersten Quartals aufgebraucht.

Neben einer Kontingenterhöhung fordern die drei Kantone richtigerweise eine stärkere Flexibilisierung bei der Inanspruchnahme der Kontingente. Die meist bestens qualifizierten Fachkräfte, die unter einem Drittstaatenkontingent in die Schweiz kommen, werden für jene offenen Stellen benötigt, die auf dem heimischen Arbeitsmarkt nicht besetzt werden können. Während dies einen verschwindend kleinen Einfluss auf die gesamte Zuwanderung hat, kann es sich die Schweiz nicht leisten, den Standortfaktor der internationalen Arbeitsmobilität zu vernachlässigen. Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften ist bei den Standortentscheidungen von international operierenden Unternehmen stark ausschlaggebend.

Für Rückfragen: Regine Sauter, Direktorin Zürcher Handelskammer, Telefon 079 667 75 03

 

 

29.08.2017 | 1217 Aufrufe