Der Flughafen Zürich ist eine wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Die Verlässlichkeit dieser Infrastruktur ist jedoch zunehmend in Frage gestellt, da sich Verspätungen häufen. Massnahmen zur Stabilisierung des Flugbetriebs sind dringend notwendig. Solche sieht der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL2) vor, den der Bundesrat Ende September präsentiert hat. Die vorgeschlagenen Massnahmen gehen in die richtige Richtung und werden von der ZHK begrüsst.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) spricht sich insbesondere für das neue Nebel- und Bisenkonzept aus. Damit ist auch während besonderer Wetterlagen die übliche Kapazität des Flugbetriebs gewährleistet, was Verspätungen und insbesondere den spätabendlichen Verspätungsabbau reduziert, wovon alle Flughafenanwohnenden profitieren. Ebenfalls unterstützt die ZHK auch die Möglichkeit zur Verlängerung der Pisten 28 und 32 und der Errichtung neuer Ab- und Umrollwege, die die Stabilität und Sicherheitsmargen des Flugbetriebs erhöhen.

Die Einführung von „Südstarts geradeaus“ im Regelbetrieb lehnt die ZHK zum heutigen Zeitpunkt ab, da dies zu einer inakzeptablen zusätzlichen Belastung der Gebiete im Süden des Flughafens führen würde. Die ZHK regt jedoch an zu prüfen, ob „Südstarts geradeaus“ nicht zumindest raumplanerisch zu sichern sind, um nachfolgenden Generationen Handlungsfreiheit zu bewahren.

Bei den im SIL2 vorgesehenen Massnahmen geht es nicht um eine Kapazitätsausweitung, sondern um eine moderate Erhöhung der Kapazitäten in Spitzenzeiten, in welchen heute Engpässe bestehen. Der SIL ist zudem ein Instrument der Raumplanung. Ob und allenfalls wie die im SIL2 vorgesehenen Massnahmen umgesetzt werden, hängt von den Entscheidungen des Flughafens ab, die vom Kanton Zürich gutgeheissen werden müssen.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

Für Rückfragen: Dr. Regine Sauter, Direktorin Zürcher Handelskammer, Telefon 044 217 40 50

 

08.11.2016 | 5971 Aufrufe