Im Gegensatz zu anderen Ländern kennt die Schweiz die freie Studienwahl: Jeder Inhaber eines Schweizer Maturitätsausweises kann ein Studium seiner Wahl aufnehmen (mit Ausnahme der Medizin). Zu hohe Studienabbruchquoten und Klagen der Universitäten über das ungenügende Niveau von Studienanfängern führen jedoch dazu, dass die freie Studienwahl immer mehr unter Druck gerät. Damit die freie Studienwahl erhalten werden kann, sind Reformen nötig. economiesuisse hat acht Vorschläge erarbeitet, mit welchen das Prinzip der freien Studienwahl gestärkt werden kann. Sie richten sich gleichermassen an Gymnasien und Hochschulen:

  • Obligatorischer Berufswahlunterricht auch für Gymnasiasten
  • Nachweis einer Beschäftigung ausserhalb der Bildungsinstitutionen
  • Informationspflicht der Hochschulen vor Beginn des Studiums
  • Hochschulen müssen Selbsteinschätzungstests für ihre Studiengänge anbieten
  • Stammklassen unabhängig vom Schwerpunktfach
  • Kompensationsmöglichkeiten für Mathematik und Erstsprache einschränken
  • Akkreditierung/Zertifizierung für Gymnasien
  • Erfolgsquote der Gymnasien veröffentlichen

Nicht dazu gehört richtigerweise eine Erhöhung der Maturitätsquote, die einerseits das duale Bildungssystem schwächen und andererseits die Studienerfolgswahrscheinlichkeit senken würde.

Erläuterungen zu den einzelnen Vorschlägen finden Sie im aktuellen dossierpolitik von economiesuisse.

 

06.07.2015 | 8589 Aufrufe